Sperre für Fördermittel umweltfreundlicher Heizungen wieder aufgehoben

Im März 2010 wurden aufgrund der unsicheren finanziellen Finanzlage des deutsches Staates, 115 Millionen Euro des Förderprogramms für klimafreundliches Heizen, gesperrt. Anfang Juli 2010 wurde die verhängte Sperre für Fördermittel umweltfreundlicher Heizungen vom Haushaltsausschuss des Bundestages wieder aufgehoben. Für das Jahr 2011 wurden jedoch schon heute Kürzungen der staatlichen Fördermittel angekündigt.

Immobilienbesitzer, die ihre alte Heizungsanlage umrüsten wollen, können ab jetzt wieder mit staatlichen Zuschüssen rechnen.

Ab dem nächsten Jahr sollen nach Angaben des Umweltministeriums nur noch Umrüstungen auf umweltfreundliche Solarkollektoren, Pelletkessel und Wärmepumpen mit Fördermitteln bezuschusst werden.
Im Jahr 2010 umfasste das Fördermittelprogramm rund 448 Millionen Euro, wovon 68 Millionen Euro der nationalen Klimaschutzinitiative zukamen. Diese Mittel sollen im nächsten Jahr auf 380 Millionen Euro gekürzt werden und bis zum Jahr 2014 nochmals auf 340 Millionen Euro.

Wer allerdings im nächsten Jahr ein Haus bauen möchte, sollte bedenken, dass die Förderung von umweltfreundlichen Heizungen für Neubauten entfällt, da sie ohnehin gesetzlich zur Nutzung von erneuerbaren Energien verpflichtet sind. Auch ehemals geförderte Technologien wie Solarkollektoren zur alleinigen Erwärmung von Trinkwasser, luftgeführte Pelletöfen oder Scheitholzvergaserkessel, werden voraussichtlich bis Ende 2011 nicht mehr mit Fördermitteln unterstützt.

Förderanträge, die bis zum 03.05.2010 beim Bundesamt für Wirtschaft und Abfuhrkontrolle (BAFA) gestellt wurden, können noch zu den alten Konditionen bewilligt und bezuschusst werden. Alle nach dem 03.05.2010 gestellten Anträge unterliegen bereits der Neuregelung für das kommende Jahr.

Immobilienbesitzer, die in naher Zukunft auf eine umweltfreundliche Heizung umrüsten wollen, sollten sich im Zweifelsfall frühzeitig bei der BAFA erkundigen, um so rechtzeitig zu erfahren, ob es bezüglich der Fördermittel zu weiteren Gesetzesänderungen gekommen ist.

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