Erneuerbare Energie: Interesse der deutschen Verbraucher an Ökostrom nimmt ab

Nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima im März 2011 ist die Nachfrage deutscher Verbraucher für Ökostrom geradezu sprunghaft angestiegen. Im Januar und Februar diesen Jahres stieg das Interesse bereits aufgrund der Diskussion um die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke. Bereits zu dieser Zeit überwog der Anteil der Anfragen nach Ökostrom die Anzahl der Interessenten nach herkömmlichen Strom.

Die Anfragen zum Stromanbieterwechsel Ökostrom erreichten einen Anteil von 58%, herkömmlicher Strom wurde lediglich zu einem Anteil von 42% gewünscht.

Stromanbieterwechsel Ökostrom: Wachsendes Interesse nach Atomkatastrophe in Japan
Direkt nach der Atomkatastrophe kam es zu einem rasanten Anstieg des Interesses an erneuerbarer Energie. Im April 2011 erreichte der Anteil der Anfragen für die Unterlagen zum Stromanbieterwechsel auf einen Ökostromtarif seinen Höhepunkt. Rund 80% der deutschen Verbraucher, die einen Stromanbieterwechsel in Erwägung zogen, erkundigten sich beim unabhängigen Verbraucherportal nach Ökostrom.

Mittlerweile ist es in den Medien bezüglich der Berichterstattung aus Japan sehr ruhig geworden, was scheinbar zu einem Absinken der Aufmerksamkeit deutscher Verbraucher geführt hat.

Bereits im Mai 2011 zeigte sich ein abflauendes Interesse, so dass sich lediglich 62% der Verbraucher nach Ökostromtarifen erkundigten. Im Juni 2011 sank die Zahl weiter auf 55%, was nahezu exakt dem Wert entspricht, der zu Jahresbeginn vor der Atomkatastrophe zu verzeichnen war.

Bereits die Vergangenheit hat gezeigt, dass es im Falle von Störfällen in Kernkraftwerken vermehrte Anfragen für Ökostromtarife gab. Doch nie zuvor war das Interesse so groß wie nach Fukushima. Insgesamt scheint sich die Situation jedoch langsam wieder einzupendeln und der Ökostrom bleibt weiterhin zumindest auf dem Vormarsch, auch wenn der Ökostrom-Hype vorbei ist.

Erneuerbare Energie: Bei Ökostrom immer auf das Gütesiegel achten!
Auch wenn ein leichter Rückgang des Interesses am Ökostrom zu verzeichnen ist, muss man feststellen, dass sich rund die Hälfte der deutschen Verbraucher für einen Stromanbieter entscheiden, der Ökostrom anbietet.

Hierbei zeigt sich, dass inzwischen immer mehr Kunden auf das Gütesiegel des Ökostroms achten als früher. Dies ist auch sinnvoll, denn der Begriff Ökostrom ist nach wie vor nicht geschützt. Lediglich die strengen Gütesiegel garantieren den ökologischen Zusatzwert, der den Ausbau der erneuerbaren Energie sichert. Einige Ökostromtarife hingegen garantieren lediglich die Herkunft des Stroms, haben jedoch keinen ökologischen Nutzen.

Beim Ökostrom Vergleich gilt es deshalb, auf das Gütesiegel zu achten. Zu den bekannten deutschen Ökostromanbietern, die über ein Gütesiegel verfügen, gehören Ökostrom „ENTEGA“, „Lichtblick“, „Naturenergie“, „NaturStrom“, „Greenpeace Energy“.

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