2011 kostet der Ökostrom rund 70 Prozent mehr für den Verbraucher

Aus Sonne, Wind und Wasser gewinnt man immer mehr Strom  – aber dem Verbraucher kommt dies teuer zu stehen. Die Stromrechnungen 2011 werden  um rund 10 Prozent steigen. Grund hierfür ist die von der Politik geschaffene Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). EEG-Ökostrom-Umlage steigt im Jahr 2011 von derzeit 2,047 Cent auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde verkauften Stromes für jeden Stromnutzer.

Der Strompreis geht nur in eine Richtung und zwar nach oben. Durchschnittlich 2,1 Prozent ist der Strompreis zum Vorjahreshalbjahr gestiegen. 41 Prozent Anteil am Strompreis betragen staatliche Steuern und Abgaben. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht den Staat als größten Preistreiber bei der Entwicklung des Strompreises.

Die Subventionierung erneuerbarer Energien steigt von 8 Milliarden auf 13 Milliarden Euro im nächsten Jahr. Der durchschnittliche Jahresverbrauch von Strom liegt beim Normalhaushalt bei ca. 3500 KWh. Um 60 Euro im Jahr erhöht sich damit die Stromrechnung für die Kleinfamilie. Bis zu 110 Euro können die Mehrkosten für den Musterhaushalt betragen, da noch die Mehrwertsteuer hinzu kommt.

Seit 2000 gibt es das EEG-Gesetz. Jeder Stromproduzent erhält eine Einspeisevergütung. Noch rechnet sich die Stromgewinnung aus erneuerbaren Quellen nicht und wird subventioniert. Die Netzbetreiber machen den Boom von Solarstrom für die Erhöhung verantwortlich. Im Vergleich zur Gewinnung von Strom aus Wasser und Wind ist der Solarstrom besonders teuer.

Die Energiekonzerne bezeichnen die Solarstromerzeugung als Geldverschwendung.

„Die Förderung steht hier in keinem Verhältnis zum Nutzen“, sagte Holger Krawinkel, Energieexperte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). In die Förderung der Solarenergie fließt im kommenden Jahr die Hälfte der Subventionen. Experten raten stattdessen verstärkt auf Windenergie aus dem Meer zu setzen.

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